Jennibratze Live


halbdunkle Halunken schaffen Schönes im Molligen…” — mit diesem Satz beschreibt Nicholas von Jupiter Jones die Zusammenarbeit mit Jennifer Rostock auf dem neuen Live-Album. Und in etwa so klingt es. Bei dem Lied “Insekten im Eis” stimmt Nicki mit vollem Gefühl in der kräftigen Stimme ein. Bei einer Live-Version von “Du willst mir an die Wäsche” ergreift Sido die Partei des Grapschers und mit selbigen mit einem passenden Rap.

Nachdem die Vorab-Single „Du willst mir an die Wäsche“ (feat. Sido) für ein sensationelles Grundrauschen (über 300 000 Videoviews innerhalb von 5 Tagen) gesorgt hat, stellt die nächste Singleauskopplung „Insekten im Eis“ (feat. Jupiter Jones) alles bisher von Jennifer Rostock bekannte in den Schatten. Focus


Ob und wie irgendetwas in den Schatten gestellt wird ist mir eigentlich relativ egal, dennoch ist das Album ein durchaus gelungenes. Noch immer sehr stark Pop und weniger Punkig als man es vermuten könnte, dennoch eine gute Mischung aus alten und neuen Songs und interessanten Gast-Acts. Es ist halt dann doch mehr der typische Berliner Hipster als die dunkle Punklady mit harter Attitüde.

Kaufen werde ich das Album nicht, dafür habe ich ja meinen Spotify Account. Zeiten in denen mich ein paar Buttons und eine Jennifer Rostock Jutetasche (ernsthaft!) zum Kauf einer Special-Premium-Fan-Superduper-Box (wtf, 42€?) verleiten sind gänzlich vorbei. Dieses T-Shirt reizt mich zwar, macht auch nur Sinn wenn man sich zu den ganzen 16-jährigen auf die Konzerte zwängen will.

Update: Jennifer Rostock ist übrigens auch ein wunderbares Beispiel dafür wie man Twitter besser nicht nutzt: https://twitter.com/jrostock.
16. August 2012 in Musik